David Wonschewski | Schriftsteller

Kulturjournalist – Romancier – bipolarer Bedenkenträger

Schlagwort-Archive: Buchrezension

Neulich bei Abercrombie & Fitch, Colin Firth – naja, und Tom of Finland. Soeben ausgelesen: Bret Easton Ellis – „The Shards“ (2023)

Worum es in diesem Superbuch geht? Pop und Tod. Und zwischendrin: Viel Prinz Eisenherz, der im Berliner Berghain ziemlich oft die falsche Tür erwischt. Dumdidum.

31. Januar 2023 · Hinterlasse einen Kommentar

Heitere Misogynien in Dur. Soeben ausgelesen: Amélie Nothomb – „Die Reinheit des Mörders“ (1994)

von David Wonschewski Der Satz, der mir das Genick brach, lautete wie folgt: „Es fasziniert und erfreut wie Reinhard Mey nach zwei eher mittelmäßigen Alben in den 90er-Jahren nicht einfach … Weiterlesen

31. Januar 2023 · 4 Kommentare

Mutige Literatur für das 21. Jahrhundert. Soeben ausgelesen: Jakob Nolte – „Kurzes Buch über Tobias“ (2021)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Meine lieben Damen und Herren Großverleger, das Spiel ist aus! Euer Geschäftskonzept ist entlarvt! Ihr veröffentlicht Romane junger Autoren, haut den Buchrücken … Weiterlesen

30. Januar 2023 · Hinterlasse einen Kommentar

LiteraturVideo: David Wonschewski liest aus „Zerteiltes Leid“ – Roman, Capt. 2

Schamesrötesk, schamesrötesk! Bevor am 28. März 2022 mein neuer Roman „Blaues Blut“ erschien, durfte ich noch flugs an der an Legendärhaftigkeit kaum zu überbietenden Legendärlesereihe „TresenLesenTV“ teilnehmen. Entstanden ist dabei … Weiterlesen

29. Januar 2023 · Hinterlasse einen Kommentar

UDSSR, revisited. Soeben ausgelesen: Eugen Ruge – „Metropol“ (2019)

von David Wonschewski Was mir mein überaus geliebter, mein überaus schweigsamer und 1995 verstorbener Großvater gewesen ist, das hat auch Eugen Ruge in seiner Großmutter Charlotte zeitlebens sehen können, sehen … Weiterlesen

25. Januar 2023 · 5 Kommentare

The Big Bang Theory. Soeben nicht ausgelesen: Vladimir Nabokov – „Pnin“ (1955)

von David Wonschewski Vorabfazit: 2 von 5 Sternen Großes Marottenschrotten im Hause Wonschewski. Nachdem ich jüngst meinen jahrzehntelangen Wahnsinn beendete Bücher nur als Neuware zu kaufen, bei eBay einen gleichermaßen … Weiterlesen

23. Januar 2023 · 2 Kommentare

Deutschland den Deutschen, Reichsbürger raus. Oder: Sie wussten, dass sie angelogen wurden, doch waren die Lügen hinreichend schlüssig. Soeben ausgelesen: JG Ballard – „Das Reich kommt“ (2006)

„Sie wussten, dass sie angelogen wurde, doch wenn die Lügen hinreichend schlüssig waren, dann definierten sie sich als glaubhafte Alternative zur Wahrheit. Emotionen beherrschten nahezu alles, und Lügen wurden von Emotionen angetrieben, die vertraut und hilfreich waren, wohingegen die Wahrheit Kanten hatte, die schnitten und schrammten.“

19. Januar 2023 · 3 Kommentare

Eine frostige Frau. Soeben ausgelesen: Ottessa Moshfegh – „Eileen“ (2015)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Neuengland im Jahre 1964. Eileen ist 24 und hässlich. Also innerlich. Und dadurch, das eine führt bekanntlich oftmals geradewegs zum anderen, auch … Weiterlesen

18. Januar 2023 · Ein Kommentar

Das große Lachen über das große Verbieten. Oder: Reinhard Mey, Wegbereiter der Neuen Rechten?

Eine Abrechnung mit schlechter Musik gefällig? Lesen Sie „Schwarzer Frost“, der bitterböse Debütroman von David Wonschewski. Informationen zu diesem Buch finden Sie: HIER. von David Wonschewski Es begann im September … Weiterlesen

18. Januar 2023 · 9 Kommentare

Zu einer Zeit, als Verschwörungstheoretiker und Querdenker noch wichtig, noch toll waren. Soeben ausgelesen: Philip K. Dick – „Nach der Bombe“ (1965)

Die Spannung, die den Leser „Nach der Bombe“ fast schon manisch durchhecheln lässt, bezieht sich daraus, dass in diesen ersten Jahren nach der Bombe alles noch ungeordnet ist, alle ehedem felsenfesten Hierarchien nichts mehr bedeuten, die Kleinen, die Unbedeutenden, die Diskriminierten und Vernachlässigten plötzlich auch das Sagen haben.

16. Januar 2023 · Hinterlasse einen Kommentar

Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein. Bürogemeinschaft tut’s auch. Soeben ausgelesen: Jarvis Cocker – „Good Pop Bad Pop“ (2022)

Wir erfahren viel über die düsteren Lebensverhältnisse im von Margaret Thatcher geprägten Sheffield der 80er-Jahre, viel über die Lebensphilosophie des Jarvis Cocker, die der Künstlichkeit einen gleichberechtigten Platz neben dem Künstlerischen einräumt – und wir erfahren einiges über Musiker, die ihn prägten, beginnend bei The Velvet Underground und Scott Walker bis hin zu Barry White und Leonard Cohen. Wir erfahren nahezu nichts über: seine Lieder und die Zeit ab Mitte der 90er-Jahre.

13. Januar 2023 · Ein Kommentar

Das gekonnt Lustige baute schon immer auf dem tragisch Ernsten auf, und andersherum. Soeben ausgelesen: Heinrich Böll – „Haus ohne Hüter“ (1954)

Faszinierend, dass es in einem Roman, bei dem es um eine menschliche Leerstelle geht, wo ja sogar noch einer fehlt, derart eng zugehen kann, dass es gleichermaßen realistisch wie eben oft auch absurd gerät.

5. Januar 2023 · Hinterlasse einen Kommentar

Belarussische Belanglosigkeiten in Feminismusverkleidung. Soeben ausgelesen: Volha Hapeyeva – „Camel Travel“ (2021)

von David Wonschewski Vorabfazit: 1 von 5 Sterne Nein, ich mag es nicht, Verrisse zu verfassen. Echt nicht. Deswegen stelle ich jedem von mir als „1 Sterne“-Buch abqualifizierten Werk auch … Weiterlesen

5. Januar 2023 · Ein Kommentar

Ja bin ich denn der König von Spanien, oder was?! Soeben ausgelesen: Nikolai Gogol – „Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen“ (1835)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Man mag es kaum glauben, aber auch ein Dostojewski, auch ein Tolstoi brauchten einen Wegbereiter, um Überwerke wie „Schuld und Sühne“ (1866) … Weiterlesen

4. Januar 2023 · 8 Kommentare

Von der Eitelkeit ein global friedensstiftender Mensch sein zu wollen. Soeben ausgelesen: Lukas Bärfuss – „Hundert Tage“ (2008)

von David Wonschewski David, Mitte zwanzig, Schweizer, weiß was er vom Leben will. Oder besser gesagt: was er dem Leben, der Menschheit, der ganzen Welt geben will: Gutes. Ja, es … Weiterlesen

22. Dezember 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Home is where the Schuld ist. Soeben ausgelesen: Thilo Krause – „Elbwärts“ (2020)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Es gab in den letzten Jahren im Publikationsbereich diverse Versuche, sich dem so diffus-abstrakten Begriff „Heimat“ frisch und neu zu nähern. Aus … Weiterlesen

20. Dezember 2022 · Ein Kommentar

Nichts als Mutmassungen über den Inhalt. Soeben ausgelesen: Uwe Johnson – „Mutmassungen über Jakob“ (1959)

von David Wonschewski Vorabfazit: 2 von 5 Sternen Es gibt Bücher, die liest man, emsig, beflissen. Und stellt so ab Seite 50 fest, dass man so gar nichts rafft. Wenn … Weiterlesen

18. Dezember 2022 · 4 Kommentare

Mich hassen doch eh alle. Soeben ausgelesen: Alan McGee – „Randale, Raves und Ruhm“ (2021)

Na ja, auf jeden Fall meinte der Typ auf der Party letztens Oasis sei eine „arg überschätzte Popband“, zack, hatte er die erste Schelle sitzen. Da fackel ich nicht lange, aber mal so was von right in the face, Bruder!

15. Dezember 2022 · 3 Kommentare