David Wonschewski | Schriftsteller

Kulturjournalist – Romancier – bipolarer Bedenkenträger

Schlagwort-Archive: Buch

Von einem, der ging und einem, der blieb. Soeben ausgelesen: Klaus Mann – “Mephisto” (1936)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Natürlich regt der Klaus Mann-Klassiker “Mephisto”, dieser Roman über eine Künstlerkarriere im Dritten Reich, dazu an ihn überzuinterpretieren. Vor allem in persönlicher … Weiterlesen

24. September 2023 · 3 Kommentare

Dunkle Gedanken. Joy Division, Depeche Mode, Nine Inch Nails, Killing Joke & New Order. Und ein kecker Klanghinweis auf den bald erscheinenden neuen Roman.

Kennen Sie diese VOX-Sendung “Sing meinen Song”? Nein? Ich auch nicht. Genauso wenig wie ich “The Masked Singer” kenne oder “Let’s Dance”. Ich weigere mich sowas anzusehen. Blöd nur, dass … Weiterlesen

31. August 2023 · 3 Kommentare

Flankierende Frauen. Soeben ausgelesen: Michael Köhlmeier – “Idylle mit ertrinkendem Hund” (2008)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Ein schmaler Band, diese „Idylle mit ertrinkendem Hund“. Über gerade einmal knapp 100 Seiten erstreckt sich der Text des Österreichers Michael Köhlmeier … Weiterlesen

23. August 2023 · Hinterlasse einen Kommentar

Über kinderlose sexistische Arschlöcher mit Anstand und Gefühl. Oder: Der neue, politisch etwas inkorrekte Roman ist fertig. Er ist überraschend empathisch geworden, verdammt.

Ja, das Manuskript ist fertig, VÖ ist für Ende 2023, evtl. auch Anfang 2024 geplant. “Henning Hieronymus Wolf” ist der Protagonist, Schwarzes Schaf einer wohlhabenden Familie, der – wie das … Weiterlesen

11. August 2023 · Ein Kommentar

Bekenntnisse eines bipolaren Bedenkenträgers. Heute: Psychosomatische Grüße aus, ja, wo bin ich hier eigentlich?

Liebe Mama, ich sende dir viele Grüße aus dem Urlau der Kur. Der Essen ist lecker, den Wetter schön, nur die Gegend nervt, bildet sich so einiges darauf ein die … Weiterlesen

18. Juli 2023 · Hinterlasse einen Kommentar

Selten so gelacht. Soeben ausgelesen: Kai Diekmann – “Ich war BILD” (2023)

Selten habe ich bei einem Sachbuch so schallend gelacht, selten hat ein Mann es geschafft, derart Lust auf Politik zu machen. Dass der Job als Chef der BILD mitsamt Macht schweineschwer zu tragen ist, das zeigte nach Diekmanns Abgang sein eigentlich nicht minder begabter, dann aber vergleichsweise schnell und vollkommen zurecht entfernter Nachfolger Julian Reichelt.

10. Juli 2023 · Hinterlasse einen Kommentar

David Wonschewski erklärt psychologische Mysterien der Weltgeschichte. Heute: Der selten dämlich verkniffene Gesichtsausdruck.

Kennen Sie den Loriot-Sketch “Eheberatung” aus den 70er-Jahren? Evelyn Hamann als Paartherapeutin fragt zum Einstieg erst Frau Blöhmann nach ihrer Lieblingsfarbe – Schaumolweiß (weil weißer als Weiß) – dann Herrn … Weiterlesen

20. Juni 2023 · Ein Kommentar

Innertürkische Zerreißprobe. Soeben ausgelesen: Orhan Pamuk -“Das stille Haus”(1983)

von David Wonschewski Was macht einen wirklich großen Roman aus? Einen Roman, so groß, dass die spätere Vergabe des Nobelpreises an dessen Autor mit keinem Gedanken angezweifelt werden kann? Nun, … Weiterlesen

21. April 2023 · Hinterlasse einen Kommentar

Brennende Bücher, hinterrücks niedergestreckte Kameraden. Soeben ausgelesen: Mario Vargas Llosa – “Die Stadt und die Hunde” (1962)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Bücherverbrennung. Ein hartes, ein historisch bitteres Wort. Wir denken bei dem Begriff selbstredend zunächst stets an unsere eigene dunkle Vergangenheit. Unliebsame Literatur … Weiterlesen

21. März 2023 · Ein Kommentar

Na, wer wird denn da gleich weinen? “Blaues Blut” von David Wonschewski – die ersten Literaturkritiken.

Eigenlob, wer wüsste das nicht, muffelt. Und zwar ganz gewaltig. Wohl also der oder dem, die und der Personen finden, die diesen seelenschmeichlerischen Job für einen übernehmen. Zu dumm nur, … Weiterlesen

6. März 2023 · Hinterlasse einen Kommentar

Oh. mein. Gott. Frische Rezension zu meinem Untergeher-Roman “Blaues Blut”.

Ich wurde zum ersten Mal so richtig vergermanistikhackstückt. Nach allen Regeln der Kunst verphilosophiefleischwolft. Fühlt sich an wie eine Büffelherde Existenzialismusdoktoranden, die mir einmal quer über den Schädel ochst. Toll.

1. März 2023 · Ein Kommentar

Schwarzmalen für Anfänger. Das kontroverse Identitätsgespräch. Kiss &  Wonschewski reden über: Mithu Sanyal – „Identitti“ (2021)

Nikoletta Kiss und David Wonschewski, Autorin und Autor sehr unterschiedlicher Bücher, lesen gemeinsam Romane – und streiten. Das Konzept ist denkbar einfach: Sie mailen sich hin und her. Der eine reagiert … Weiterlesen

22. Februar 2023 · Ein Kommentar

Helau. Oder: Und, was lest ihr gerade so? / 17. Februar 2023

Das gab es seit über 20 Jahren nicht. Ich gehe zum Karneval. Sogar verkleidet. Meine erste Idee war, mir zunächst das Gesicht komplett zu schwärzen und mir dann einen Indianerschmuck … Weiterlesen

17. Februar 2023 · Hinterlasse einen Kommentar

Heitere Misogynien in Dur. Soeben ausgelesen: Amélie Nothomb – “Die Reinheit des Mörders” (1994)

von David Wonschewski Der Satz, der mir das Genick brach, lautete wie folgt: “Es fasziniert und erfreut wie Reinhard Mey nach zwei eher mittelmäßigen Alben in den 90er-Jahren nicht einfach … Weiterlesen

31. Januar 2023 · 4 Kommentare

Und ‘ne Buddel voll Rum, ganz nach Fraggles Art! Oder: Und, mit welchen Büchern habt ihr euch Anfang 2023 heftig überversorgt? / Teil 2

Da sagte die Tage so ein dahergelaufener Literatenbastard doch tatsächlich, Männer, die auf Bret Easton Ellis schwören, seien ihm sehr suspekt. Denn entweder haben solche ein maskulin-heteronormatives Gewaltproblem. Oder aber … Weiterlesen

29. Januar 2023 · 4 Kommentare

Belarussische Belanglosigkeiten in Feminismusverkleidung. Soeben ausgelesen: Volha Hapeyeva – “Camel Travel” (2021)

von David Wonschewski Vorabfazit: 1 von 5 Sterne Nein, ich mag es nicht, Verrisse zu verfassen. Echt nicht. Deswegen stelle ich jedem von mir als “1 Sterne”-Buch abqualifizierten Werk auch … Weiterlesen

5. Januar 2023 · Ein Kommentar

Wonach noch streben, wonach eifern? Soeben ausgelesen: Dag Solstad – “T. Singer” (1999)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Wem schon Musils “Mann ohne Eigenschaften” als eines der wichtigsten Werke der Literaturgeschichte gilt, na, der wird doch bei einem Roman über … Weiterlesen

2. Dezember 2022 · Ein Kommentar

Außer Spesen nix gewesen. Soeben ausgelesen: Jochen Schimmang – “Adorno wohnt hier nicht mehr” (2019)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Zugegeben, zwar veröffentlicht Jochen Schimmang schon seit Ende der Siebzigerjahre Romane und Erzählungen – und das beileibe nicht bei den kleinsten und … Weiterlesen

21. November 2022 · Hinterlasse einen Kommentar