David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – bipolarer Bedenkenträger

Rückblick: Depressionen sind nicht zwecklos. / David Wonschewski im Interview.

Die heiteren Themen sind seine Sache nicht: Der Musikjournalist David Wonschewski verhandelte in seinem Debütroman „Schwarzer Frost“ Depression, Misanthropie und Selbstmord. „Geliebter Schmerz“ setzte sich in Kurzgeschichten mit Themen wie … Weiterlesen

6. November 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Rassistisch-sexistisch-antifeministisches Beckettzeug, großartig. Soeben ausgelesen: Amélie Nothomb – „Mit Staunen und Zittern“ (1999)

Alles ist kunstvoll oberflächlich gehalten, selbst die Schikanen und absurden Unterwerfungsrituale werden so leichtfüßig beschrieben, dass man das Gefühl hat, in ein etwas seltsames Mitmachtheaterstück geraten zu sein.

4. November 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Bücherverbrennung muss man können. Soeben ausgelesen: Yoko Ogawa – „Insel der verlorenen Erinnerung“ (1994)

von David Wonschewski Kennen Sie das etwas widersinnige Gefühl, wenn Sie bei der Lektüre eines Buches Seite für Seite merken, dass es ein ungeheuer gutes Buch ist – und Ihnen … Weiterlesen

2. November 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Die faszinierende Geschichte hinter dem Mega-Hit, Teil 18. Heute: John Lennon – „Imagine“ (1971)

Ich hasse dieses Lied. Wissen Sie, woran Sie erkennen, dass Sie ein Lied wirklich hassen? Dass man einen Song doof findet, nicht gelungen oder ein Problem mit dem Sänger hat, … Weiterlesen

30. Oktober 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Wo Sibylle Berg scheitert, meistert Miriam Toews. Soeben ausgelesen: Miriam Toews – „Die Aussprache“ (2019)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Sagen wir es so plakativ, wie es nun einmal ist: an sich will „Mann“ so einen Roman anno 2020 nicht mehr lesen. … Weiterlesen

30. Oktober 2022 · Ein Kommentar

Oh. mein. Gott. Frische Rezension zu meinem Untergeher-Roman „Blaues Blut“.

Oh. mein. Gott. Ich wurde zum ersten Mal so richtig vergermanistikhackstückt. Nach allen Regeln der Kunst verphilosophiefleischwolft. Okay, klar, so etwas wünscht man sich als Schriftsteller. Einmal im Leben so … Weiterlesen

29. Oktober 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Liebes Dr. Sommer-Team. Soeben ausgelesen: Christoph Hein – „Von allem Anfang an“ (1997)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Liebes Dr. Sommer-Team, heute hatte ich meinen ersten Samenerguss. Als ich Pille nackt am Badesee gesehen habe. Ich wusste erst gar nicht, … Weiterlesen

28. Oktober 2022 · Ein Kommentar

Opfertum für Fortgeschrittene. Soeben ausgelesen: Teju Cole – „Open City“ (2011)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Doch, das ist definitiv bewundernswert. Zu sehen wie flink die altehrwürdige, oftmals schwerfällig wirkende Buchbranche sich ab und an bewegen kann. Da … Weiterlesen

27. Oktober 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Monty Python lassen grüßen. Soeben ausgelesen: Yishai Sarid – „Limassol“ (2009)

Wenn du 12 Männer abknallst, kann es dir passieren, dass man dich an den Galgen bringt. Es kann aber auch sein, dass man dir eine Medaille um den Hals hängt, vielleicht sogar eine Straße nach dir benennt.

26. Oktober 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Schauspieler sind ja eher selten zum Lachen. Soeben ausgelesen: Lion Feuchtwanger – „Erfolg“ (1930)

Quiz- und Preisfrage: Wann erhielt Lion Feuchtwanger den Literaturnobelpreis? Na, wer weiß sowas? Ich selbst offensichtlich nicht.

26. Oktober 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Bipolares Leben. Auszug aus: David Wonschewski – „Blaues Blut – Eine Biedermeiersehnsucht“ (2022)

Wer Heinz Strunk zu unreflektiert, Michel Houellebecq zu regressiv, Maxim Biller zu aufgesetzt und verhetzend empfindet, der findet in „Blaues Blut“ genau das, was er sucht (…).(Alexander Carmele)

26. Oktober 2022 · 4 Kommentare

Beim dreifach gefrederickforsythten Thrillergott aber auch. Soeben ausgelesen: Ross Thomas – „Dornbusch“ (1984)

Ach, waren das noch Zeiten. Als Ermittler noch gesunde Menschen waren, nicht so zerschossene Dauersolo-Wracks wie heute, wo eine eigene heftige Traumatisierung mitsamt daraus resultierendem Gewaltproblem oder Alkoholsucht oder Pillenfresserei daherkommt.

26. Oktober 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Wenn Liebe auf Ratlosigkeit trifft. Soeben ausgelesen: Heinrich Böll – „Und sagte kein einziges Wort“ (1953)

Da war ich wohl naiv. Zu glauben, mir mal eben fix Wolfgang Borcherts Drama „Draußen vor der Tür“ zu Gemüte führen würde reichen. Wie man sich doch irren kann.

26. Oktober 2022 · 3 Kommentare

Ein Suizid, der keiner ist. Video: David Wonschewski – „Der Tag, an dem ich mir selbst den Garaus machen wollte“

Video & Kurzgeschichte über einen Suizid, der so nicht geplant war.

25. Oktober 2022 · 3 Kommentare

Wenn nichts so sehr erdet wie eine Hasenscharte. Soeben ausgelesen: Knut Hamsun – „Segen der Erde“ (1917)

Zugegeben, die Zusammenfassung auf dem Buchrücken wollte mir wenig zusagen: da geht ein Bauer hin, um in der kargen norwegischen Wallachei Land zu beackern. Och, nö.

24. Oktober 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Vom Zorn hemdsärmeliger Kommunisten. Soeben ausgelesen: Philip Roth – „Mein Mann, der Kommunist“ (1998)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Der Name des Protagonisten ist gut gewählt: Ira (lat. „Zorn“) Ringold ist ein hemdsärmeliger, etwas zu großgewachsener jüdischer Hilfsarbeiter, der in Newark, … Weiterlesen

13. Oktober 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Fürs Muttersein gibt es keinen Nachholtermin. Soeben ausgelesen: David Grossman – „Was Nina wusste“ (2020)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Wie jede Meinung, so beruht selbstverständlich auch meine auf subjektiver, irgendwann dann vielleicht gar selektiver Wahrnehmung. Aber was soll ich machen, diese … Weiterlesen

12. Oktober 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Weißer Mann, was nun? Soeben ausgelesen: Donald Ray Pollock – „Knockemstiff“ (2008)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Hat, abgesehen von Frank Rudkoffsky („Fake“, 2019), mittlerweile eigentlich irgendwer hierzulande den ernsthaften Versuch unternommen, literarisch zu untersuchen, warum recht viele Mitbürger … Weiterlesen

9. Oktober 2022 · 5 Kommentare