David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – bipolarer Bedenkenträger

Archiv der Kategorie: 4 Sterne

Eine charakterlos ehrliche Haut. Soeben ausgelesen: Tom Zürcher – „Mobbing Dick“ (2019)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Soso, da war „Mobbing Dick“ also für den Deutschen Buchpreis 2019 nominiert, landete just auf der sogenannten „Longlist“. Doch wie berechtigt ist … Weiterlesen

9. August 2022 · 2 Kommentare

Mich interessiert nichts mehr. Soeben ausgelesen: László Krasznahorkai – „Der Gefangene von Urga“ (1993)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Wie Kreise sich schließen können. Als ich mit dem Roman „Schwarzer Frost“ (HIER) vor einigen Jahren meine eigene Depressionsbeschau vorlegte, arbeitete ich … Weiterlesen

3. August 2022

Über die formidable Vereinbarkeit von Haltung und Nicht-Haltung. Soeben ausgelesen: Witold Gombrowicz – „Trans-Atlantik“ (1952)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Ohje. Nazi-Deutschland überrennt Polen, der Pole Gombrowicz flieht bis nach Argentinien, findet jedoch keine Heimat mehr und findet sie, mag man fast … Weiterlesen

25. Juli 2022 · Ein Kommentar

Gegenentwurf zum Virtue Signaling. Soeben ausgelesen: Dag Solstadt – „Professor Andersens Nacht“ (1996)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Zugegeben, dass Dag Solstad in seiner norwegischen Heimat als eine der größten literarischen Nummern gilt, weiß aus hiesigem Blickwinkel betrachtet zu verwundern. … Weiterlesen

6. Juli 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Der Unhold trägt immer ’nen Afro. Soeben ausgelesen: Chester Himes – „Die Geldmacher von Harlem“ (1962)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Wurde inzwischen eigentlich herausgefunden, ob die von mir so hingebungsvoll verteidigte Rasterfahndung tatsächlich nur noch von gewaltaffin-schizoiden Vollspacko-RassistInnen so hingebungsvoll verteidigt wird? … Weiterlesen

1. Juli 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke. Soeben ausgelesen: Gerbrand Bakker – „Oben ist es still“ (2006)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Hand aufs Herz: Wie oft haben wir schon über oder zu jemandem gesagt „Du fehlst mir“. Zum Partner, zur Ex-Freundin. Zur besten … Weiterlesen

20. Juni 2022 · 3 Kommentare

Vor lauter Vernunft das Hassen verlernt. Soeben ausgelesen: Lion Feuchtwanger – „Die Geschwister Oppermann“ (1933)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen So und jetzt mal Butter bei die Fische, Ross und Reiter genannt: Welche rassistischen Sprüche haben Sie schon gebracht, welches antisemitische Gedankengut … Weiterlesen

18. Juni 2022 · 2 Kommentare

Wie ich einmal mit einem The Who-Shirt an der kreativen Berliner Elite vorbeilief. Soeben ausgelesen: Ralf Rothmann – „Stier“ (1991)

von David Wonschewski Charlottenburg. Mein Entschluss war im Jahre 2008 reichlich überlegt – und erwies sich unter Kollegen und Freunden als nicht minder reichlich unpopulär. Warum das so ist, sei … Weiterlesen

13. Juni 2022 · Ein Kommentar

Sex von der Stange. Soeben ausgelesen: Mario Vargas Llosa – „Der Hauptmann und sein Frauenbataillon“ (1974)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Malente. Ganz klar. Malente ist ein kleiner Ort in Schleswig-Holstein, keine 15.000 Einwohner, der außerhalb der unmittelbaren Region eigentlich komplett unbekannt sein … Weiterlesen

7. Juni 2022 · Ein Kommentar

Es geht doch nichts über einen sicheren Arbeitsplatz. Soeben ausgelesen: Szczepan Twardoch – „Demut“ (2022)

von David Wonschewski Es ist eine der ältesten Fragen der Menschheit: Warum ziehen vornehmlich junge Männer so gerne mit Waffe los und ballern andere Menschen über den Haufen? Sind es … Weiterlesen

6. Juni 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Völlig losgelöst von der Erde. Soeben ausgelesen: Jhumpa Lahiri – „Wo ich mich finde“ (2020)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sterne Die schlimmste Phase meines Lebens ist bezeichnender Weise auch die, in der ich zu einer für mich griffigen Definition von Glück gelangte. … Weiterlesen

5. Juni 2022 · Ein Kommentar

Freaksichtung in Moskau. Soeben ausgelesen: Michail Bulgakow – „Meister und Margarita“ (1966)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Ein Roman, in dem fast alle Protagonisten entweder spurlos verschwinden oder aber im Irrenhaus landen – oh doch, ein solches Büchlein kann … Weiterlesen

2. Juni 2022 · 2 Kommentare

Und wenn Du nicht weißt wie soll es weitergehen, Kapitulation ohohoh, Kapitulation ohohoh. Soeben ausgelesen: Iwan Gontscharow – „Oblomow“ (1859)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Dass literarische Klassiker von vielen Lesern als oftmals anstrengend, langatmig und zäh empfunden werden, mag an vielem liegen. Nur an einem nicht: … Weiterlesen

31. Mai 2022 · 2 Kommentare

Wenn Kaurismäki gerade nicht kann, Wenders würde bestimmt. Soeben ausgelesen: Joachim B. Schmidt – „Kalmann“ (2020)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Da haben sie in einer groß angelegten Studie doch herausgefunden, dass es unter den 83,02 Millionen Deutschen nur einen einzigen gibt, der … Weiterlesen

23. Mai 2022 · Ein Kommentar

Ich bin der Graf von Monte Schizo. Soeben ausgelesen: David Vann – „Dreck“ (2013)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Der Gedanke, eine weitere Weltreligion zu gründen, kam mir auch schon. Oder, wenn es dafür intellektuell nicht reicht, zumindest eine neue Philosophie. … Weiterlesen

Wenn der Autor nicht minder irre ist als seine Protagonisten. Soeben ausgelesen: Nikolai Gogol – „Tote Seelen“ (1842)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Vom russischen Meisterliteraten Iwan Turgenjew ist überliefert, dass er, als er in den 1830er-Jahren in Petersburg Geschichte studierte, auf einen Dozenten traf, … Weiterlesen

2. Mai 2022 · 2 Kommentare

Feministische Literatur für Männer. Soeben ausgelesen: Orhan Pamuk – „Cevdet und seine Söhne“ (1982)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Die Midlife Crisis des Mannes beginnt, so ehrlich wollen wir sein, schon mit 15 Jahren. Er spürt, dass er für Großes geschaffen … Weiterlesen

28. April 2022 · Ein Kommentar

Friss‘ dein Brot, Mopsgesicht! Soeben ausgelesen: Dag Solstad – „Scham und Würde“ (1994)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Dag Solstad ist, das bemerke ich nach und nach,  der Meister der kleinen Momente mit großem Nachhall. Meister der Schilderung belangloser Situationen, … Weiterlesen

27. März 2022 · 3 Kommentare