David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – bipolarer Bedenkenträger

Und, was lest ihr gerade so? 03. Juni 2020

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Schau‘ einer an: „Das Heitere wird im Handumdrehen zum Traurigen, so man nur lang genug davor stehen bleibt.“ Diese fulminanten Russen aber auch!
Momentan überwiegt bei Nikolai Gogols 1842er Klassiker „Tote Seelen“ noch klar die immense Erheiterung. Habe allerdings auch noch 500 Seiten vor mir. Genug Zeit für Stimmungsschwünge mannigfacher Coleur. Juhu.

Rezension folgt.

Viele Grüße,

David Wonschewski

8 Kommentare zu “Und, was lest ihr gerade so? 03. Juni 2020

  1. Sybille Lengauer
    10. Juni 2020

    Zu „Bier im Frühstück…“ kann ich noch nicht viel sagen, bin im ersten Viertel. Ich werde berichten. Der Gedichtband heißt „Kein Versbreit den Faschisten“. Ist sehr badewannentauglich.

  2. davidwonschewski
    9. Juni 2020

    Definitiv vefilm- bzw dramturgisierbar, das Teil. Habe noch ein paar Seiten vor mir, aber ja, die alten Russen schlagen die alten Franzosen mittlerweile deutlich, zumindest literarisch, wie ich finde.

  3. davidwonschewski
    9. Juni 2020

    Ah, eine Parallelleserin! Habe ich mal versucht, ende aber immer im Irrsinn, wenn ich diverse Bücher gleichzeitig lese. Wie ist denn der Adelmann? Der Titel hat was Anziehendes, irgendwie. Und „Gedichtsammlung gegen Rassismus für die Badewanne“ – heißt das so? Wäre lustig, wie ein satirischer Titel, Marke „Abnehmen im Schlaf“ oder ein „guter Mensch werden durch Nichtstun“;-))

  4. davidwonschewski
    9. Juni 2020

    Eine gute Anregung – Tucholsky will ich mich schon seit Jahren annähern, schwamm aber irgendwie in seinen Veröffentlichungen, wusste nie so recht wo zugreifen. Und griff dann halt immer zu Sachen, wo ich exakt wusste was ich wollte. Ist notiert, auf dem virtuellen Einkaufszettel. Besten Dank!

  5. galgenzork
    6. Juni 2020

    Kurt Tucholsky „Drei Minuten Gehör“ Prosa.Gedichte.Briefe – Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig 1986. Ich lese das Buch in Abständen von vielen Jahren inzwischen zum 3. Mal und staune immer wieder aufs Neue wie hellwach und rege dieser Mensch in seiner Zeit war. Auch jemand, den die Zu- und Umstände in den Suizid trieben. Die Probleme, die er beschreibt, haben sich im Kern kaum verändert. Sie haben bloß einen scheinbar netteren Anstrich: Rechtradikalismus, Rassismus, Ausbeutung, Krieg, Dummheit, Politisches Versagen sowie „die Schande der polnischen Saisonarbeiter“(Seite 298 ganz unten).

  6. Sybille Lengauer
    5. Juni 2020

    Derzeit Ingeborg Bachmann „Gesammelte Gedichte“ und Roland Adelmann „Bier im Frühstück, Tschernobyl im Arsch“. Dazu noch ne Gedichtsammlung gegen Rassismus für die Badewanne.

  7. Simone Lucia Birkner
    4. Juni 2020

    Ui toll! Kenne die toten Seelen als Theaterstück – Adamov hat den Gogol-Text für die Bühne bearbeitet – bin gespannt ob sich der Roman als genauso grandios entpuppt…!

  8. Einfach ich - just me
    3. Juni 2020

    Viel zu tun

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 6. Juni 2020 von in Nachrichten und getaggt mit , .
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