David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – bipolarer Bedenkenträger

Kraftwerk: Abschied von Florian Schneider-Esleben

esss

Mit Ralf Hütter gründete Florian Schneider-Esleben 1970 die Band „Kraftwerk“, die – da verhebe ich mich sicherlich nicht – die bis heute einflussreichste deutsche Musikband ist. Der elektronische Klang der Düsseldorfer – neu, oh so neu. Aber auch das Auftreten, der Ansatz sich als Musiker nicht nur hinter den Song abzuducken – das haben auch Liedermacher und Singer/Songwriter zuvor schon getan – nein, sich im Klangraum zu entmenschlichen, zu ent-individualisieren: auch das, radikal.

Dass Depeche Mode Kraftwerk nahezu alles verdanken, ja, das kommt in jeder Bandbiographie der Engländer vor. Dass aber auch andere Künstler, die selbst als einflussreich gelten, bei Kraftwerk Inspiration tankten, bedarf einer Erwähnung: David Bowie, Dr. Dre, Joy Division, Primal Scram, Björk, Duran Duran Rammstein, Moby, Front 242.

Von Techno als Gesamt-Genre gar nicht erst zu sprechen.

Dieser Tage verstarb Florian Schneider Esleben, 73 Jahre alt. Wohl dem, der einen Führerschein besitzt. Und somit – im Gegensatz zu mir – in der Lage ist nötigenfalls auch allein. Zu fahren. Auf der Autobahn.

Ein Kommentar zu “Kraftwerk: Abschied von Florian Schneider-Esleben

  1. Maccabros
    6. Mai 2020

    RIP… Wir fahrn auf der Autobahn…

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 7. Mai 2020 von in Nachrichten und getaggt mit , , , , , , , , , .
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